
»ableitungen, mutationen, verwandlungen –
alles ist im fluß, nichts ist statisch, egal ob mikrobiologische strukturen oder kontinentumspannende gebirgsformationen. sequentielle arbeiten kommen dieser vorstellung sehr nahe, lassen sie doch bewegungen und übergänge zu, zwischen den bildern und darüber hinaus.
der blick wandert über die landschaft, die landschaft wandert unterm auge vorbei, die wesen, die dabei aufgescheucht werden, flüchten oder greifen an – je nach situation. wir sind im kryptozoo, einem unwohnlichen eiland, in dem rätselhafte
scheinexistenzen ihr unerforschtes dasein fristen, entweder bald als
neue art oder ernüchternd gewöhnliche zeitgenossen zu enttarnen, manche
aber auch für alle zeit in den tiefen staubiger expeditionskisten
verschwindend, wer kann das schon voraussagen.
für einen kurzen moment wird ihr abbild festgehalten, fixiert und zwischen glasplatten gepresst – welch ein glück für die wissenschaft!«
