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28. Mai 2010 - 20. Juli 2010

OLAF HAJEK - Flowerheads

Olaf Hajeks Illustrationen haben eine eigentümliche Leuchtkraft. Sie sind einfach und klar und jedes Bild scheint sein eigenes Geheimnis zu haben, was ihnen etwas Märchenhaftes verleiht.

1965 im schleswig-holsteinischen Rendsburg geboren, studierte Olaf Hajek auf Wunsch seiner Eltern Grafik-Design anstatt Kunst. Mittlerweile ist der Wahlberliner einer der bekanntesten deutschen Illustratoren und in den USA ein Künstler mit Starpotential.

Die Beschäftigung mit indischen Miniaturen und amerikanischer Folk Art hat seinen unverkennbaren Stil nachhaltig geprägt. Er arbeitet mit Acrylfarben auf Papier, Pappe und Holz, wobei er sich neben dem Pinsel einer ihm eigenen Wisch- und Schabetechnik bedient. Er ist einer der wenigen Illustratoren, die nicht mit dem Computer arbeiten, sondern ausschließlich malen. Er selbst sagt: „Mein Stil ist mein Kennzeichen, meine Identität“ und betont: „Ich liebe das Haptische.“ Und genau das ist auch das Wohltuende an seinen Illustrationen: Sie heben sich in angenehmer Weise von der digital perfektionierten Bilderflut unserer Zeit ab.

Befragt nach Orten, die ihn inspierieren, antwortet er: „Ich muss ein paarmal im Jahr nach New York … immer noch ein Ort, der mich inspiriert und wirklich mit Energie auflädt! Vor allem auch die New Yorker Alltagskultur ist sehr inspirierend, die Farben, die Interiors, die Typographie, der Umgang mit Illustration! […] Mein Lieblingsort in New York ist z.B. das American Folkart Museum, das mich nach dem Besuch immer sofort fiebernd zum Schreibtisch laufen lässt!“

Ausstellung: 28.05.2010 bis 20.07.2010


Eröffnung 7.00pm, 28. Mai, 2010

ILLUSTRATIVE ERÖFFNET DIREKTORENHAUS

 

Am 28. Mai 2010 eröffnet das Direktorenhaus – ein neuer Kunst-Ort in Berlin, an dem die Simulation eines temporären Gesamtkunstwerks erprobt werden soll. Traditionelle, handwerkliche Künste werden mit den analogen technisch-apparativen und digitalen Medien gekoppelt und beschränken sich nicht nur auf ihre Ästhetik, sondern verstehen sich auch als experimentelle Anordnungen mit sozialen und asozialen Bezügen.

Die Ausstellungen im Direktorenhaus spielen mit der gewohnten Wahrnehmung Katz und Maus und geben die Initialzündung für einen Ort in Berlin, an dem Kunst, Craft, Design, Musik und Leben zusammenkommen. Das Haus, initiiert von den beiden Illustrative-Gründern Pascal Johanssen und Katja Kleiss, zeigt Unikate, Prototypen und limitierte Serien durch die künstlerischen Disziplinen hinweg. Greifbar sind diese internationalen Design-Entwicklungen nun mitten in Berlin.

 

Olaf Hajeks “Flowerheads”

Die erste von vier themenbezogenen Ausstellungen widmet sich dem Berliner Illustrator Olaf Hajek und wird ergänzt um Installationen und Objekte von Künstlern und Designern, die sich wie ein verschlungenes Mosaik im Gebäude breit machen.

In der Ausstellung „Flowerhead“ zeigt Hajek seine neue Varianten der Natureman.-, Flowerhaed- und Waldmotive, in denen sich seine bekannte Schabetechnik mit Anklängen südamerikanischer Folklorekultur, Mythologie, Religion, Geschichte und Geographie verbindet.

Hajek kombiniert Realität, Mythologie, Phantasie und Traum in der Tradition des Magischen Realismus. In spürbarer Nähe dazu präsentieren das amerikanische Studio Gorm, das Stockholmer Design-Büro Muungano und die  Wiener Gestalter Vandasye experimentelle Konstellationen aus Illustration, Möbeldesign und sonderbaren Objekten.

Die Ausstellungsperioden des Direktorenhauses orientieren sich am Kalenderjahr 2010. Die vier Themenwelten „Magischer Realismus“ (Frühsommer), „Montibello“ (Sommer), „Corncraft“ (Herbst) und „Opiumhöhle“ (Winter) bilden den jahreszeitlichen Rahmen der Ausstellungen aus Arts, Crafts, Design und Performance.

 

Das Direktorenhaus

Der Name Direktorenhaus geht zurück auf einen Gebäudetrakt der Staatlichen Münze in Berlin-Mitte, das jahrelang leer stand. Die gut gesicherten Tresoranlagen des Flügels, der 1935 gebaut wurde, waren im 2. Weltkrieg nicht nur Lager für geprägtes Hartgeld, sondern auch für Kunstwerke der Staatlichen Museen zu Berlin zum Schutz vor Bombenangriffen. Heute liegt das Direktorenhaus in der Strasse „Am Krögel 2“ zentral zwischen Alexanderplatz und Nikolaiviertel, direkt am Ufer der Spree mit Blick auf den alten Stadthafen.

 

Initiatoren

Das Direktorenhaus ist das jüngste Projekt der beiden Galeristen und Illustrative-Gründer Pascal Johanssen und Katja Kleiss. Getragen wird das Haus vom Illustrative e.V., einem gemeinnützigen Verein mit Sitz in Berlin. Das gleichnamige Festival gilt seit 2006 als wichtigstes Forum für zeitgenössische Illustration und Grafik weltweit. Das Festival, das jährlich ca. 30.000 Besucher anzieht, fand mehrmals in Berlin sowie Zürich und Paris statt. Seit 2009 ist die Illustrative Herausgeber des Kunstmagazins „Objects. Journal for Applied Arts”, das die neueren angewandten Künste in Essays, Artikeln und Bilderstrecken untersucht. Das Direktorenhaus ist die schlüssige Fortsetzung dieser ersten Projekte, das als fester Anschauungsort für die gesamte Neocraft-Art-versus-Design-Debatte fungieren soll.

 

Ausstellung Olaf Hajek “Flowerhead” 28.03. – 20.07.2010

Eröffnung am 28. Mai 2010, 19.00 Uhr

Direktorenhaus

Am Krögel 2, 10170 Berlin

Montag bis Samstag täglich von 11:00 – 19:00 Uhr geöffnet.


28. Mai 2010 - 20. Juli 2010

JAN LAMBERT KRUSE - Acupuncoons

United in their long tradition in crafts, glass and iron still could hardly oppose one another more. One exemplifies fragility and transparence; the other metallic strength. Swedish artist Jan Lambert Kruse playfully uses these oppositions to create his fantastic glass objects.  Jan liquifies glass languidly leaking out of pipes and hanging off cage like structures.  This current exhibition follows the “Milky Way” exhibition, he confesses that his new work the acupuncoons were inspired by an acupuncture session.

His recent cocoons are made using moulds with penetrative spikes or needles on the inside. He has adopted this approach rather than blowing the glass out of a iron thread net as in his previous work.  He says "I have done this to create a different sort of pressure by blowing the glass against the needles. So in that way the iron does not puncture the glass instead it folds around it. The result is that the glass is resting inside the cage, hanging on the needles."  The second set of pieces take on a different view of pressure, "I want to visualize something liquid getting out, or material under pressure."

Jan Lambert Kruse, born in Stockholm in 1962, studied metal craft at the Konstfack University College of Arts, Design and Craft in Stockholm. After his specialisation in glass and ceramics, he expanded his knowledge of the material at the Pilchuck Glass School in the US. Important shows include the International Exhibition of Glass in Japan, the Sassoulo Glass exhibition and several solo exhibitions in Sweden. [...]»

 

Exhibition 28.05.2010 to 23.09.2010

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